Editorial

Gerade hat der Kreml sein 20-Jähriges gefeiert. Angefangen hatte alles ja eigentlich mit dem  Kino, das somit auch auf zwei Jahrzehnte zurückblickt. Die Beliebtheit des Kinos lässt sich anhand der jährlichen Besucherstatistik belegen. Und die schwankt durchaus, geht mal hoch, dann wieder etwas runter. 2016 war sie ganz oben. Es war das erfolgreichste der vergangenen 15 Kinojahre. Es zeichnet sich ab, dass das laufende Jahr schwächere Besucherzahlen schreibt. Das liegt vor allem am Angebot der Verleiher, vielleicht aber auch ein bisschen an den Rahmenbedingungen unseres Kinos. Und um die etwas zu verbessern, haben wir ab Oktober ein paar kleine Veränderungen vorgenommen.
Zum einen wird im Winterhalbjahr die Anfangszeit des ersten Films um eine halbe Stunde von 19 Uhr auf 18.30 Uhr vorverlegt. Gelegentliche Ausnahmen bei Sondervorführungen kann es geben, und sonntags bleibt alles beim Alten. So kann zumindest ein wenig vermieden werden, dass bei Überlänge der zweite Film allzu spät startet.
Nach wie vor besonders beliebt sind die KinoMatinées sonntags mit Frühstück und Film. Davon hatten wir bisher eine pro Monat. Ab Oktober wird um 100% aufgestockt auf deren zwei. Idealerweise einmal leichtere Kost, zum zweiten was Anspruchsvolleres.
Barrierefreiheit, so weit wie möglich, gehört zum Anspruch des Kreml. Fürs Kino gibt es hierfür die Apps GRETA und STARKS. GRETA für Audiodiskription und STARKS für Untertitel ermöglichen ein barrierefreies Kino, das Blinden, visuell beeinträchtigten und gehörlosen Zuschauern mit dem Smartphone einen angenehmen Kinobesuch ermöglicht. Wie’s genau funktioniert, ist einem Anschlag am Kinoeingang zu entnehmen. Die neuen ebenerdigen Toiletten im „Schuppen“ neben dem Kindergartenraum erweitern die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer.
Es war uns schon immer ein Anliegen, das Kinoangebot durch aktuelle Dokumentarfilme zu ergänzen. So sehr sich auch fiktionale Filme bemühen, gesellschaftlich relevante Themen zu spiegeln, Dokus bringen es auf den Punkt, sind schnörkellos informativer. In Zukunft werden wir einen Dokumentarfilm pro Monat im Angebot haben, der dann im Programmheft entsprechend ausgewiesen ist. Im Oktober ist es ein ganz besonderer. In dem großartigen Film „Weit…“ beschreibt ein junges Paar aus Freiburg ihre mehrjährige Weltreise zu Fuß. Der über zweistündige Film war der Überraschungserfolg dieses Sommers und läuft deshalb bei uns Ende Oktober sechsmal, weitere Vorführungen Anfang November.
Ein Highlight im Kino-Herbst ist seit vielen Jahren unser KinoVino. Also erst ein Film, dann Umzug in den Kultursaal, wo ein (Mosel) Winzer seine aktuellen Weine vorstellt und zur Verkostung einlädt, dazu Häppchen. Feine Sache, sehr beliebt bei allen rheinland-pfälzischen Programmkinos. Ins Leben gerufen und finanziell unterstützt vom zuständigen Ministerium in Mainz. Damit ist leider Schluss, die Gelder sind gestrichen. Das ist schade, wir machen aber trotzdem weiter und bieten unser KinoVino in Eigenregie an. Igor, unser neuer Kreml Café-Leiter, übernimmt den Vino-Part und stellt die Weine vor, die er neu ins Angebot der Speisekarte genommen hat. Und dann gilt wie in den letzten Jahren auch: das erste Schlückchen (0,1 l) ist gratis, danach wird bezahlt. Und Häppchen (gratis) gibt’s natürlich auch. Erster Termin: Freitag, 20. Oktober, 19.30 Uhr mit der wunderbar bissigen britischen Filmkomödie „The Party“.
Dies also einige Neuerungen, mit denen wir hoffen, das Kinoangebot noch attraktiver gemacht zu haben.

 

 

KREML Kulturhaus
Die Redaktion