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FilmSpecial: Leben von Frauen und Männern im Iran – ‚Geschichten aus Teheran’.

Fr, 20. April, 18.30 Uhr

FilmSpecial: Leben von Frauen und Männern im Iran – ‚Geschichten aus Teheran’. Mit Einführung, Film und anschl. Filmgespräch.

In einem außergewöhnlichen FilmSpecial will sich das Kreml Kulturhaus mit dem Themenfeld ‚Fremde Kulturen und andersartige Lebensbedingungen‘ beschäftigen: Es geht um das Leben von Frauen und Männern im Iran’. Nach einer Einführung ins Thema wollen wir den Film ‚Geschichten aus Teheran’ (Iran 2014,2016 /  Regie: Rakhshan Bani-Etemad / Darsteller: Habib Rezaei, Mohammad Reza, Mehraveh Sharifinia, Golab Adineh / 92 Min / ab 12 J) zeigen. Im Anschluss ist ein Filmgespräch mit Exiliranern/innen, die lange in ihrer Heimat gelebt haben und erst seit wenigen Jahren in Deutschland sind, geplant.

Das Leben in der iranischen Hauptstadt Teheran ist nicht leicht. Obwohl das Land in den letzten Jahren moderner geworden ist, leiden viele Menschen unter den konservativen und religiösen Machtstrukturen. Ein Dokumentarfilmer möchte einen Film über das Leid der Arbeiterschicht und die Ungerechtigkeit des kapitalistischen Systems drehen. Auf seinen Streifzügen durch die Straßen lernt er unter anderem den Taxifahrer Abbas kennen, der zwar einen festen Job hat, aber viele Überstunden und Nachtschichten fahren muss, um seine Familie überhaupt ernähren zu können. Und er ist nicht der einzige, der einige Probleme hat. Die resolute Dame Touba kämpft darum, ihren Sohn aus dem Gefängnis zu holen, der einst aus politischen Gründen verhaftet wurde. Die junge Masoomeh muss dem illegalen und gefährlichen Geschäft der Prostitution nachgehen, um ihr krankes Kind zu versorgen. Die Ex-Drogenabhängige Nargess hat zwar eine neue Existenz als Sozialarbeiterin gefunden, wird jedoch von ihrem Ex-Mann gestalkt. Währenddessen stürzt sich der Fabrikarbeiter Reza in einen Eifersuchtswahn, als seine Frau Nobar einen Brief von ihrem Ex bekommt, den Reza als Analphabet nicht lesen kann.

Auch wenn die sehr verschiedenen Menschen auf den ersten Blick nichts mit einander zu tun haben, sind sie doch durch ihre ähnlichen Schicksale verbunden. Sie alle kämpfen trotz der schlechten gesellschaftlichen Bedingungen für ihr Glück und ein besseres Leben. Dabei zeigen sie trotz ihrer Schwierigkeiten bewundernswerten Mut und Optimismus.

‚Geschichten aus Teheran’ ist ein Episodendrama, das von den Schicksalen der Iraner und Iranerinnen zwischen Tradition und Moderne, Anpassung und Auflehnung in einer Gesellschaft im Umbruch erzählt. Regie führt Rakhshan Bani-Etemad – sie gehört zu den wenigen weiblichen Regisseurinnen des Iran, die auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz.

FREITAG  20.4, 18.30 Uhr, Kinosaal

Eintritt: 6,50 EUR

Reservierung: unter Fon 06430-9299724, Kreml oder per Mail:reservierung@kreml-kulturhaus.de

Hinweis: Weitere Vorführung am DI 24.4, 21 Uhr

Details

Datum:
Fr, 20. April
Zeit:
18.30 Uhr
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Kinosaal

Weitere Angaben

Preis
6,50 Euro