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FilmSpecial/Dokufilm des Monats: AGROkalypse – Ökologischer Raubbau

Mi, 13. Juni, 19.00 Uhr

FilmSpecial: Ökologischer Raubbau – AGROkalypse: Der Tag, an dem das Gensoja kam
Mit Einführung, Dokumentarfilm und anschl. Filmgespräch mit dem Regisseur

In einem FilmSpecial anlässlich der Woche der Nachhaltigkeit mit Einführung ins Thema, dem Dokumentarfilm ‚AGROkalypse: Der Tag, an dem das Gensoja kam’ und anschl. Filmgespräch mit dem Regisseur Marco Keller will sich das Kreml Kulturhaus dem Themenfeld des ökologischen Raubbaus, der Abholzung der Urwälder, der gewaltsamen Landkonflikte sowie der dazu gehörigen Menschenrechtsverletzungen widmen und die globalen Zusammenhänge aufzeigen.

AGROkalypse (D2015, Regie: Marco Keller, 60 Min) erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir mit Lebensmitteln die Welt verändern.

Der Dokumentarfilm folgt der Sojabohne einerseits auf ihrem Weg in die europäischen Futtertröge, andererseits aber auch in die Regale von Bioläden. Dabei werden die direkten Zusammenhänge von Landkonflikten und Umweltfolgen deutlich, die der exzessive Sojaanbau nach sich zieht, der in Brasilien für die Fleischindustrie benötigt wird. Porträtiert wird das Engagement des Tofu-Pioniers Wolfgang Heck und die prekäre Situation der Guaraní-Kaiowá, Brasiliens größter indigener Ethnie. Wie beides miteinander in Verbindung steht und welche Rolle dabei ein 75-jähriger Franziskaner spielt, wird nach und nach aufgelöst.

Riesige Flächen tropischer Wälder werden jedes Jahr abgeholzt in Regionen, in denen sie zuhause sind. Dort wo heute das Futter für unser tägliches Steak wächst, ist das Volk der Guaraní-Kaiowá seit jeher zu Hause. An den Rand gedrängt und ihrer Kultur weitgehend beraubt, versuchen die Ureinwohner ein letztes Stück Identität zu bewahren. Insbesondere die Guaraní-Kaiowá leben heute oft als Vertriebene, in staatlichen Reservaten und provisorisch errichteten Elendsvierteln.

Die Abholzung der Urwälder, die gewaltsamen Landkonflikte, Menschenrechtsverletzungen und die globalen Zusammenhänge werden in dem Film eindringlich dargestellt. Neben dem bedrückenden Lebensalltag der indigenen Bevölkerung wird auch gezeigt, wie es anders gehen könnte.

Regisseur Marco Keller widmet sich nach seinem preisgekrönten Dokumentarfilm „Kahlschlag – Der Kampf um Brasiliens letzte Wälder“ erneut dem Thema Brasilien und folgt dieses Mal der Spur des transgenen Sojas an seine Produktionsstätten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz.


MITTWOCH         13.6, 19.00 Uhr, Kinosaal | Eintritt: 6,50 EUR

Reservierung:   unter Fon 06430-9299724, Kreml oder per Mail: reservierung@kreml-kulturhaus.de

Details

Datum:
Mi, 13. Juni
Zeit:
19.00 Uhr
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Kinosaal

Weitere Angaben

Preis
6,50 Euro