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FilmSpecial Antifaschismus: Antifa – Schulter an Schulter, wo der Staat versagte
2. Oktober 2025, 18:30 Uhr

Das FilmSpecial mit dem Dokumentarfilm „Antifa – Schulter an Schulter, wo der Staat versagte „, (DE, 2024, 96 Min, FSK 16, Regie: Steffen Maurer, Marco Heinig) und anschließendem Filmgespräch widmet sich der Historie der antifaschistischen Bewegung.
Die AfD ist heute populärer denn je. Außerdem werden auch außerhalb der Partei mehr und mehr Stimmen laut, die Abschiebungen in großem Stil fordern. Eine antifaschistische Bewegung, die sich auf Aufklärung, Bildung und Solidarität beruft, ist daher unabdingbar.
Die Antifaschistische Aktion, oft als Antifa bezeichnet, ist ein vielfältiger und dezentraler Zusammenschluss von Menschen, die sich gegen Faschismus und für Solidarität einsetzen. Der Begriff „Antifa“ umfasst eine breite Palette von Ansichten und Strategien, die von militanten Ansätzen bis hin zu pazifistischen Haltungen reichen.
Es ist wichtig zu betonen, dass Antifaschismus nicht an eine einheitliche Ideologie gebunden ist. Verschiedene Ortsgruppen können unterschiedliche Schwerpunkte setzen und unterschiedliche Methoden wählen, um ihre Ziele zu erreichen. Dies bedeutet, dass es innerhalb der Antifa keine zentrale Führung oder einheitliche Struktur gibt. Jeder Einzelne und jede Gruppe hat die Freiheit, ihre eigenen Ansichten und Strategien zu entwickeln, solange sie sich gegen faschistische Ideologien stellen.
Die Antifa hat sich historisch als Reaktion auf das Aufkommen von Faschismus und extremen Rechten entwickelt und sieht sich als Teil einer breiteren Bewegung für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte. In diesem Kontext ist die Antifa ein Ausdruck des Widerstands gegen Diskriminierung, Rassismus und andere Formen der Unterdrückung.
Der Dokumentarfilm unternimmt einen historischen Streifzug durch die Höhepunkte der Antifa-Bewegung, die eine unterschätzte Rolle im Deutschland der 1990er und 2000er Jahre spielte. Der Fokus liegt dabei nicht auf Einzelereignissen, sondern auf den verschiedenen Praktiken und Methoden, die von Aktivisten:innen verwendet wurden.
Von Straßenkämpfen, über investigative Recherchen und Aufklärungskampagnen bis hin zu den Herausforderungen der Provinz, die von Selbstverteidigung und dem Schutz anderer geprägt ist, dokumentiert der Film durch Archivmaterial, Fotos und szenische Alltagsbilder die Geschichte einer Bewegung in bisher nie gezeigtem Umfang und erweckt sie so zum Leben. Der Film hält die Antifaschistische Aktion der 90er und 00er-Jahre für die Ewigkeit fest, reiht intensives Archivmaterial aneinander und kontextualisiert es mit den tiefgehenden Einblicken der fünf Protagonist*innen. Sie positioniert sich kritisch gegenüber sinnloser Gewalt und bietet keine Rechtfertigungen für Straßenschlachten und Exzesse.
Gefördert durch das Land Rheinland-Pfalz.
DONNERSTAG 2.10.2025, 18.30 Uhr, Kinosaal
Eintritt: 8,50 EUR | 5,00 EUR ermäßigt
Reservierung: unter Fon 06430-929724, Kreml
Tickets: online oder Abendkasse


