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11. März, 18:30 Uhr

Südkorea 2025 / Regie Park Chan-wook / Darst.: Lee Byung-hun, Son Ye-jin, Lee Sung-min / 139 Min. / FSK: ab 16 Jahren
Man-su hat sich mit viel Fleiß und harter Arbeit ein perfektes Leben geschaffen: Haus mit Garten, harmonische Ehe, talentierte Kinder und genug Zeit für sein geliebtes Bonsai-Hobby. Doch als KI plötzlich seinen Job ersetzt, müssen er und seine Familie auf allerlei Annehmlichkeiten verzichten: die Tennisstunden der Gattin, das Netflix-Abo der Kinder und selbst die zwei treuen Golden Retriever können sie sich nicht mehr leisten. Und je länger Man-su vergeblich Bewerbungen schreibt, desto näher rückt auch der Verlust des geliebten Hauses. Schließlich begreift er: Nicht der Mangel an Jobs ist das Problem, sondern die Menge an Mitbewerbern. Man-su bleibt keine andere Wahl, als sich – auf sehr kreative Art und Weise – seiner Konkurrenten zu entledigen.
Außerhalb von Europa und USA ist Südkorea seit 3 Jahrzehnten das innovativste und produktivste also interessanteste Kinoland. Immer wieder versteht es das südkoreanische Kino aufs Kunstvollste Arthaus mit Genre zu verbinden. Und Park Chan-wook (Oldboy, Die Taschendiebin, Die Frau im Nebel) ist einer der besten Regisseure des fernöstlichen Kinos. Sein neuer Film ist eine bitterböse Satire voller Situations- und Dialogkomik. Und eine virtuos inszenierte Kapitalismus Kritik, der in Laufe seiner über zwei Stunden Laufzeit immer hysterischer freidreht und in finsteres Happyend mündet.


