Gelbe Briefe
1. März, 18:30 Uhr

Deutschland-Türkei / Buch und Regie: Ilker Çatak / Darst.: Özgü Namal, Tansu Bicer, Ipek Bilgin / 129 Min. / FSK: ab 12 Jahre.
Derya und Aziz, ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.
Vor zwei Jahren hatte der gerade mal 42jährige Autor und Regisseur Ilker Catak mit „Das Lehrerzimmer“ nicht weniger als den besten deutschen Film des Jahres abgeliefert. Ein Film, der sich intensiv mit ethischen und moralischen Fragen in unserem Schulsystem auseinandersetzte und der fast ausschließlich in einer Schule also in Innenräumen spielte. Sein neuer Film, das hochpolitische Familiendrama „Gelbe Briefe“ spielt in Istanbul, wurde jedoch in Hamburg gedreht. Für ein oppositionelles türkisches Künstlerehepaar stellen sich elementare Fragen, die ihre Ideale mit einfachen Lebensnotwendigkeiten konfrontieren. Eine Herausforderung für ihre Ehe und das Verhältnis zu ihrer Teenagertochter.
Gewinner des Goldenen Bären für den besten Film bei der Berlinale 2026.

