Filmstart: Nouvelle Vague
25. April, 18:30 Uhr

USA 2025 / Regie: Richard Linklater / Darst.: Guillaume Marbeck, Zoey Deutsch, Aubry Dublin / 106 Min. / FSK: ab 12 Jahren
Richard Linklaters Film „Nouvelle Vague“ ist eine Hommage an die Entstehung von Jean-Luc Godards Meisterwerk „Außer Atem“ („À bout de souffle“) im Paris der späten 1950er-Jahre. Der Film porträtiert das kreative Chaos während der Dreharbeiten und den revolutionären Geist der jungen Filmemacher, die damals Filmgeschichte geschrieben haben. Im Fokus stehen die Reibungen während der Produktion, die Beziehung zwischen Godard und der Hauptdarstellerin Jean Seberg sowie der unbedingte Wille zur Innovation.
Unter den herausragenden amerikanischen Independent Regisseuren der letzten 30 Jahre hat Richard Linklater schon immer eine Sonderstellung eingenommen. Seine Filmographie weist zum einen einen Hang zum Komödiantischen auf, zum anderen zum sehr Außergewöhnlichen bis hin zum Experimentellen. Denken wir nur an „Boyhood“ vor ein paar Jahren, wo er eine Adoleszenz über 10 Jahre filmisch begleitete. Jedes Jahr wurde nur 2 bis 3 Tage gedreht, man sieht einen Menschen aufwachsen, wie noch nie im Kino. In „Nouvelle Vague“ stellt er nun semidokumentarisch die chaotischen Dreharbeiten von Godards Meilenstein „Außer Atem“ nach. In schwarz/weiß, im historischen 4/3 Bildformat und vor allem unglaublich witzig und unterhaltsam. Man sieht dilettantische Filmemacher, die mit dem Herzen bei der Sache sind und aus Versehen Filmgeschichte schreiben. Großartig.


