Digger
15. November, 17:15 Uhr

USA 2026 / Regie: Alejandro González Inárritu / Darst.: Tom Cruise, Sandra Hüller, Jesse Plemons / 128 Min. / FSK: ab 12 Jahren
Der in die Jahre gekommene, skrupellose und milliardenschwere Öl-Magnat Digger Rockwell (Tom Cruise) verursacht durch seine Geschäftstaktiken eine globale Umweltkatastrophe. Das Schmelzen des Eises an den Polar-kappen und schwere Tsunamis beschädigen Atomkraftwerke. Die Welt versinkt im Chaos, die Menschheit steht kurz vor der Apokalypse und Nationen bringen Truppen in Stellung. Der US-Präsident (John Goodman) fordert von Digger, das angerichtete Desaster selbst zu bereinigen. Als extremer Egomane nimmt Digger die Herausforderung an, um sich vor der Menschheit als großer Retter zu feiern.
Um filmisch darzustellen wie sehr die Welt aus den Fugen geraten ist, braucht es schon besondere Mittel. Am besten die der Groteske. Stanley Kubrick hat sowas in den 60er Jahren mit „Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ gemacht. Und in genau diese Fußstapfen tritt der mexikanische Ausnahmeregisseur Alejandro González Iñárritu (The Revenant) jetzt mit „Digger“. Offenbar inspiriert vom galoppierenden Irrsinn des Personals im Weißen Haus, ist ein Film entstanden, der in einem Maße freidreht, wie man es so auf der Leinwand noch nicht gesehen hat. Ganz sicher nicht der Wohlfühlfilm des Jahres, sehr wohl aber eine Extravaganz die nachwirkt. Und mitten drin Sandra Hüller.


