Filmkunst: La Grazia – Wem gehören unsere Tage?‘ (Regie: Paolo Sorrentino)
4. Juni, 19:30 Uhr

Italien 2025 / Regie: Paolo Sorrentino / Darst.: Toni Servillo, Anna Ferzetti, Silvia Marigliano / 133 Min. / FSK: ab 12 Jahren
Der neue Film des Oscar-Preisträgers Paolo Sorrentino (La Grande Bellezza – Die große Schönheit, The Hand of God), ist eine eindringliche Erkundung von Liebe, Pflicht und persönlicher Freiheit. Das zutiefst bewegende Werk entfaltet eine kraftvolle Meditation über die Entscheidungen, die ein Leben prägen. Liebe. Zweifel. Verantwortung. Vaterschaft. Ethik. Diese Themen begleiten Mariano De Santis, den scheidenden Prä-sidenten Italiens. Während sich seine Amtszeit dem Ende zuneigt, steht er vor folgenschweren Entscheidungen – politischer wie persönlicher Natur. Inmitten moralischer Dilemmata muss er sich seinem Gewissen stellen und Rat bei den Menschen suchen, die ihm am nächsten stehen, darunter seine Tochter Dorotea. Gemeinsam stellen sie sich der zeitlosen Frage: Wem gehören unsere Tage?
Es ist schon ein Riesen Jammer, dass die Filme einer der besten italienischen Filmregisseure der letzten 20 Jahre bei uns ziemlich unter dem Radar laufen. Die Filme von Paolo Sorrentino sehen nicht nur prächtig aus, sie sind nachdenklich und klug, immer ein bisschen melancholisch und ja auch politisch. Und meistens spielt Toni Servillo die Hauptrolle. Wie er in „La Grazia“ einen alternden Politiker spielt, der auf sein Leben zurückblickt, das ist ein bisschen so, wie der ganze Film ist, ziemlich ergreifend.


