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Veranstaltungsserie: Der verlorene Mann

Filmkunst: Der verlorene Mann

24. September, 18:30 Uhr


Deutschland 2026 / Regie: Welf Reinhart / Darst.: Harald Krassnitzer, Dagmar Manzel, August Zirner / 101 Min / FSK: ab 12 Jahren

Die Künstlerin Hanne und der pensionierte Pfarrer Bernd führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe, als wie aus dem Nichts Hannes früherer Ehemann Kurt vor ihrer Tür steht. Durch seine Demenzerkrankung kann sich Kurt nicht mehr erinnern, dass er und Hanne bereits seit über 20 Jahren geschieden sind. Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück. Während Bernd Kurt einen Platz in einer Demenz-Wohngemeinschaft organisiert, fühlt sich Hanne für Kurt verantwortlich. Doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen.

Mit ‘Der verlorene Mann‘ legt Regisseur Welf Reinhart sein Langfilmdebüt vor, nachdem er bereits mit seinem Kurzfilm Eigenheim einen Student Academy Award, also den Studentenoscar, gewinnen konnte. Der Film reiht sich thematisch in Werke über Demenz ein, setzt jedoch einen ungewöhnlichen Ton und ist daher ein etwas anderer Film über das Thema Demenz: Statt den Fokus auf Verfall und Überforderung zu legen  – wie etwa in ‘Honig im Kopf‘ oder ‘The Father‘–  begreift Reinhart die Krankheit als erzählerischen Ausgangspunkt für eine Geschichte über Versöhnung und emotionale Neuordnung. Dieser Ansatz ist als gedankliches Experiment durchaus reizvoll. Der Film interessiert sich daher weniger für medizinische Genauigkeit als für zwischenmenschliche Dynamiken. Punkten kann ‘Der verlorene Mann‘ zudem mit dem Schauspielensemble – herausragend, wie Harald Krassnitzer, Dagmar Manzel und August Zirner ihre Rollen ausfüllen. Das Zusammenspiel der drei ist präzise, fein abgestimmt und jederzeit glaubwürdig – ein Schauspielerfilm im besten Sinne.

 

 

Details

Veranstaltungsort

Weitere Angaben

Preis
8.50 Euro
Online-Ticket
Kinogutschein