Silent Friend
14. Februar, 18:30 Uhr

Deutschland-Ungarn 2025 / Buch und Regie: Ildikó Enyedi / Darst.: Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Léa Seydoux / 147 Min. / FSK: ab 6 Jahren
Im Herzen des botanischen Gartens von Marburg steht ein majestätischer Ginkgo-baum. Seit über hundert Jahren ist er ein stiller Zeuge – ein Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen. 2020 beginnt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem alten Baum. 1972 erfährt eine junge Studentin eine innere Wandlung – ausgelöst durch die einfache, achtsame Verbindung mit einer Geranie. 1908 entdeckt die erste Studentin der Universität durch das Objektiv ihrer Kamera verborgene Muster des Universums – eingeschrieben in die unscheinbarsten Pflanzen.
Mit „Silent Friend“ sehen wir vermutlich bereits im Februar den ungewöhnlichsten und eindringlichsten Film des Jahres. Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi hatte zuletzt mit der grandiosen Romanze „Körper und Seele“ geradezu bezaubert. Im neuen Film geht um die wichtigen Dinge, den ewigen Kreislauf des Lebens und inwieweit sie sich in den Wurzeln und Kronen der mächtigsten Pflanzen der Welt spiegeln. Darum ranken sich drei miteinander verwobene Geschichten, die über 100 Jahre verteilt sind. Ein opulentes Meisterwerk.

